Familienrecht

Bild zeigt Vater mit Kind auf den Schultern / Thema Familienrecht Lübeck

Das Familienrecht regelt die Rechtsverhältnisse der durch Ehe, Lebenspartnerschaft, Familie und Verwandtschaft verbundenen Personen. Familienrechtlicher Beratungsbedarf tritt in der Ehe häufig dann auf, wenn Paare sich scheiden lassen wollen (Unterhalt, Versorgungsausgleich, Güterrecht) und in Kindschaftssachen (Unterhalt, elterliche Sorge, Umgang) auf. Im Bereich des Unterhaltsrechts gewinnt Aufgrund der demographischen Entwicklung zunehmend die Frage an Bedeutung, wann und in welcher Höhe man gegenüber seinen Eltern unterhaltspflichtig wird.

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Zum Familienrecht zählen daneben aber auch weitere Regelungsbereiche wie z.B. Fragen der Pflegschaft, Betreuung und Vormundschaft. In familienrechtlichen Fragestellungen werden Sie durch unsere Rechtsanwälte für Familienrecht Dieter Untermann (Fachanwalt für Familienrecht) und Felix Untermann (Fachanwalt für Familienrecht) vertreten.

Die Familie steht unter besonderem Schutz des Staates. Leider werden dadurch Sorgerechtsfragen, Ehescheidungen oder Unterhaltsansprüche nicht automatisch geklärt. Zögern Sie daher nicht, einen Anwalt für Familienrecht in Lübeck hinzuzuziehen, der Sie in allen familienrechtlichen Fragen umfassend berät und vertritt!

Leider hat die Ehe nicht funktioniert – eine Scheidung kann weitreichende Konsequenzen haben

Wenn Sie und Ihre Partnerin/Ihr Partner sich scheiden lassen möchten, sollten einige vom Gesetzgeber festgelegte Regeln beachtet werden. Abgesehen von Härtefällen müssen Sie z.B. regelmäßig vor Stellung des Scheidungsantrages bereits ein Jahr von Ihrem Partner getrennt sein. Die Einhaltung des sogenannten Trennungsjahres setzt dabei aber nicht zwingend voraus, dass Sie und ihr Ehepartner bereits ein Jahr in unterschiedlichen Wohnungen leben. Im Zweifel beraten wir Sie gerne.

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Was ist bei der Trennung zu beachten?

Wichtig ist es, bereits bei der Trennung das weitere Vorgehen mit einem Rechtsanwalt für Familienrecht zu besprechen. Denn bereits zu diesem Zeitpunkt stellen sich die Fragen, wie das Sorge- und Umgangsrecht der Kinder zu regeln ist, wie der Hausrat aufzuteilen ist, wer aus dem ehelichen Haushalt ausziehen muss und wer in welcher Höhe Trennungs- und/oder Kindesunterhalt verlangen kann bzw. unter welchen Voraussetzungen ein Unterhaltsanspruch ggf. entfällt. Die Kanzlei Untermann & Kollegen wird Ihre Interessen gerichtlich und außergerichtlich vertreten und sich um ein einfaches, kostengünstiges Verfahren bemühen.

Was bedeutet Zugewinnausgleich?

Sofern bei der Eheschließung keine anderweitige vertragliche Regelung getroffen wird, leben Ehepartner in dem gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft miteinander. Zwar gehören die Werte während der laufenden Ehe nach wie vor dem Ehepartner, der sie in die Ehe eingebracht oder während der Ehezeit hinzuerworben hat. Im Falle einer Scheidung kann jedoch jeder Partner die Hälfte des während der Ehezeit gemeinschaftlich erworbenen Zugewinns verlangen.

Diesen Anspruch nennt man Zugewinnausgleichsanspruch. Er kann im Zugewinnausgleichsverfahren gerichtlich durchgesetzt werden. Letztlich führt dies theoretisch dazu, dass beide Ehepartner jeweils zu gleichen Teilen an dem während der Ehezeit gemeinschaftlich erwirtschafteten Zugewinn profitieren. Das Anfangsvermögen der beiden Ehepartner und persönlich an einen Ehepartner während der Ehezeit gerichtete Zuwendungen, wie z.B. Erbschaften, werden durch den Zugewinnausgleich nicht ausgeglichen.

Aus diesem Grund entsteht häufig Streit bei der Frage, wer was bereits zum Zeitpunkt der Eheschließung besaß bzw. welche Werte nicht in den Zugewinn fallen. Wir beraten Sie gerne näher zum Zugewinnausgleich, zeigen Einigungsmöglichkeiten auf oder setzten Ihre Ansprüche, sofern gewünscht, konsequent durch.  

Lassen Sie sich umfassend beraten

Was bedeutet Versorgungsausgleich?

Mit der Scheidung wird regelmäßig automatisch der Versorgungsausgleich vom Gericht durchgeführt. Das bedeutet, dass die von Ihnen und Ihrem Partner jeweils während der Ehezeit erworbenen Altersvorsorgeanwartschaften geteilt werden. Sie erhalten die Hälfte der in der Ehezeit angesparten Altersvorsorgeanwartschaften Ihres Partners und Ihr Partner erhält die Hälfte der von Ihnen in dieser Zeit angesparten Anwartschaften.

Eine Unmittelbare Zahlungspflicht oder auch ein Zahlungsanspruch wird durch den Versorgungsausgleich für Sie nicht ausgelöst. Es werden lediglich bei Ihren Altersvorsorgeträgern wie z.B. der DRV Verrechnungen auf die bestehenden Anwartschaften vorgenommen, die dazu führen, dass sich im Falle eines Rentenbezuges die Rentenhöhe verändert. Bei kurzer Ehedauer wird der Versorgungsausgleich nur auf Antrag vom Gericht durchgeführt. Sofern sich durch den Versorgungsausgleich lediglich geringfügige Änderungen in den Anwartschaften ergeben, soll er nach dem Gesetz nicht durchgeführt werden.

Sie haben Kinder – Fragen zum Sorgerecht und Unterhalt

Nach der Trennung der Eltern müssen Sorgerechtsfragen und Unterhaltsansprüche der Kinder geklärt werden. Der Gesetzgeber hat Regeln geschaffen, die das Wohl des Kindes in den Vordergrund stellen. Die sogenannten „Kindschaftssachen“ regeln auch den Umgang, das Sorgerecht und den Anspruch auf Unterhalt. Ihre Anwälte für Familienrecht von der Lübecker Kanzlei Untermann & Kollegen werden versuchen, eine außergerichtliche Einigung zu erwirken. Notfalls gehen wir aber auch vor Gericht durch alle Instanzen.  

Sorgerechtsfragen klären lassen

Die lebenslange Familie – wenn später einmal die Eltern selber Unterhalt benötigen

Wenn die Rente nicht ausreicht, um die Kosten für Pflege oder Unterbringung im Heim zu decken, werden auch die Kinder in die finanzielle Pflicht genommen. Die zuerst einspringenden Sozialämter fordern oft das Geld zurück. Bei der Berechnung der Unterhaltspflicht sind verschiedene Aspekte zu beachten:

Haben die unterhaltspflichtigen Kinder selber Kinder, gibt es Wohneigentum oder eine angesparte Altersvorsorge? Fordern Sie umgehen die Beratung eines Anwalts für Familienrecht in Lübeck an. Dieser vertritt Ihre Interessen gegenüber den Sozialämtern oder Ihren Eltern auch vor Gericht.

Lesen Sie hier verschiedene Artikel zum Familienrecht

Das neue Mutterschutzgesetz ab 2018

Das Mutterschutzgesetz

Das Gesetz zum Mutterschutz umfasst gesetzliche Vorschriften, welche dem Schutz der Mutter und dem Kind vor, aber auch nach der Entbindung dienen. Hierzu gehören der besondere Kündigungsschutz, ein Beschäftigungsverbot vor und nach der Entbindung, falls es Komplikationen gibt, oder der Arbeitsplatz zu gefährlich ist, sowie die Entgeltersatzleistungen in der Zeit des Beschäftigungsverbots, dem Mutterschaftsgeld und darüber hinaus durch das Elterngeld.

Der Trennungsunterhalt

Scheitert eine Ehe, dann folgen auch weitreichende finanzielle Angelegenheiten, welche geklärt werden müssen. Hierzu zählen nicht nur die Aufteilung der Güter, sondern auch der Ehegatten/ Trennungsunterhalt. Welche Voraussetzungen hierzu gelten und wie hoch der Unterhaltsanspruch ist, gehört zu den umfangreichsten Fragen im Familienrecht. Zu gewähren ist dieser Unterhalt bereits ab dem Zeitpunkt der Trennung der Eheleute, denn mit der Trennung ist die ökonomische Basis der Lebensführung zerbrochen.

Kein Unterhalt bei BAföG-Anspruch

Eltern sind grundsätzlich verpflichtet, ihren Kindern Unterhalt zu leisten, sofern sich diese noch in Ausbildung befinden. Ein Unterhaltsanspruch besteht nach § 1602 BGB jedoch nur, soweit das Kind außerstande ist sich selbst zu unterhalten.

Diesbezügich hat der BGH bereits im Jahr 1985 entschieden, dass BAföG-Leistungen auch dann, wenn sie nur darlehensweise bewilligt werden, unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen auf der Seite des unterhaltsberechtigten Kindes darstellen. Durch den Erhalt von BAföG-Zahlungen wird der Unterhaltsbedarf mithin vermindert.

Unterhaltsvorschuss - Abschaffung der Höchstbezugsdauer

Eltern sind gegenüber ihren Kindern unterhaltspflichtig. Das bedeutet, dass Eltern die Betreuung ihrer minderjährigen Kinder sicherstellen und für die Lebenshaltungskosten der Kinder aufkommen müssen. Bei zusammenlebenden Eltern übernehmen beide Elternteile einvernehmlich den Betreuungsaufwand und die kindbezogenen Kosten. Im Falle einer Trennung kommt der Elternteil, bei welchem das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat seiner Unterhaltspflicht durch die Betreuung des Kindes nach. Er leistet sogenannten Betreuungsunterhalt. Der andere Elternteil schuldet Barunterhalt.

Reform des Sachverständigenrechts im Familenprozess

Familienrechtliche Sachverständigen-Gutachten sind für Eltern und Kinder meist von existenzieller Bedeutung. Eine Studie der IB-Hochschule Berlin hat nun ergeben, dass drei von vier Gutachten nicht geeignet sind, um im Prozess verwendet werden zu können. Nun soll eine Reform des Sachverständigenrechts die längst fällige Verbesserung von Qualität und Neutralität gerichtlicher Gutachten in die Wege leiten.

Scheidungskosten steuerlich nicht absetzbar (neue Rechtsprechung 2017)

Das Finanzgericht Kön hatte in einer Entscheidung vom 13.01.2016 geurteilt, dass sowohl die Rechtsanwaltskosten, wie auch die Gerichtskosten für ein Ehescheidungsverfahren steuerlich absetzbar sind. Es handele sich hierbei entgegen der Auffassung des Finanzamtes nicht um Prozesskosten im Sinne des § 33 Abs 2 S. 4 EStG, die grundsätzlich steuerlich nicht berücksichtigungsfähig seien.

Der richtige Zeitpunkt für den Scheidungsantrag?

Wann kann und wann sollte ein Scheidungsantrag gestellt werden? 

Die Frage ob und ggf. wann ein Scheidungsentschluss gefasst wird, ist regelmäßig von emotionalen Erwägungen geprägt, die einer rechtlichen Beurteilung nicht bedürfen. Eine Scheidung hat jedoch auch finanzielle Folgen. Hier kann es sich durchaus auswirken, ob ein Scheidungsantrag möglichst früh oder möglichst spät gestellt wird.

Neue Selbstbehaltssätze im Familienrecht

Zum 01.01.2013 wurden die unterhaltsrechtlichen Selbstbehaltssätze an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst und insofern angehoben. Der Selbstbehalt bezeichnet den Betrag, der Ihnen selbst zum Leben verbleiben muss.

Sofern Sie unterhaltspflichtig sind sollten Sie daher den Unterhalt neu berechnen lassen. Infolge des erhöhten Selbstbehaltes verringert sich unter Umständen Ihre Leistungsfähigkeit zur Zahlung von Unterhalt und insofern auch der gegen Sie gerichtete Unterhaltsanspruch.

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