2016 - Änderungen im Familienrecht

Mann mit Kind auf der SchulterWie in jedem neuen Jahr gibt es auch für 2016 wieder neue Gesetzesregelungen im Familienrecht. Wir haben für Sie die wichtigesten Neuerungen zusammengefasst.

Neue Düsseldorfer Tabelle für 2016

Ab 2016 sind die Kindesunterhaltssätze nach der Düsseldorfer Tabelle erhöht worden. Diese Tabelle dient den Gerichten als Richtschnur für die Berechnung des Kinderunterhaltes. 

Auf der Seite des OLG Düsseldorf können Sie sich die Düsseldorfer Tabelle als PDF herunterladen. Hier finden Sie alle Angaben zum Mindestunterhalt je nach Alter des Kindes.

Erhöhung des Kindergeldes

Ab sofort gibt es eine erneute Kindergelderhöhung. Folgende Zahlungen sind hierbei zu berücksichtigen:

  • 190 Euro für ein Kind
  • 380 Euro für zwei Kinder (190 Euro + 190 Euro)
  • 576 Euro für drei Kinder (190 Euro + 190 Euro + 196 Euro)
  • 797 Euro für vier Kinder (190 Euro + 190 Euro + 196 Euro + 221 Euro)
  • 1.018 Euro für fünf Kinder (190 Euro + 190 Euro + 196 Euro + 221 Euro + 221 Euro)

Das Kindergeld wird bei minderjährigen Kindern in Hinblick auf durch die Eltern zu leistenden Unterhaltszahlungen zur Hälfte angerechnet. Zudem müssen die Eltern ab sofort für die Beantragung des Kindergeldes ihre eigene Steueridentifikationsnummer, sowie die des Kindes angeben.

Alleinerziehende und Familien werden steuerlich entlastet

Der bisherige Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird ab sofort um 300 Euro erhöht. Damit beträgt er aktuell 1.908 Euro. Zudem erhalten Alleinerziehende für ihr zweites und jedes weitere Kind jeweils 240 Euro zusätzlich.

Bafög – Erhöhung ab Wintersemester 2016

Ab dem Wintersemester 2016/17 wird der Bafög Satz erhöht. Demnach kann ein Studierender mit eigener Wohnung bis zu 735 Euro monatlich erhalten. Außerdem werden die Freibeträge für das Elterneinkommen erhöht, dies bedeutet, dass künftig mehr Schüler und Studenten Bafög erhalten können.

Das Minijob-Einkommen bis zu 450 Euro wird seit Januar 2016 nicht mehr auf das Bafög angerechnet. Der Freibetrag für eigenes Vermögen wurde ebenfalls erhöht: von 5.200 Euro auf 7.500 Euro.

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